Michaela Albrecht 2017-05-19T01:48:17+00:00

Michaela Albrecht – der Wörterfall

Kommunikationstrainerin, Mediatorin – Seit 2003 bin ich mit Einfühlsamer Kommunikation unterwegs!

Mit Gewaltfreier Kommunikation habe ich 2003 angefangen: Im Januar besuchte ich zum ersten Mal einen Workshop von Marshall, als ich noch als selbstständige Rechtsanwältin tätig war. Von da an nahm ich regelmäßig an der Übungsgruppe des Frankfurter Rings teil. Es folgten weitere Seminare, 2005 eine Trainerausbildung (bei Klaus Dieter Gens), 2006 eine Mediationsausbildung (bei Markus Fischer) sowie mehrere Familienfreizeiten.

Flankierend dazu nahm ich regelmäßig an Übungsgruppen teil; zuerst an der Übungsgruppe des Frankfurter Rings, dann – nachdem mir diese zu langweilig wurde – mehrere Jahre an der prozessorientierten Übungsgruppe bei Edith Eyrich, und zwar auch, als ich schon lange selbst Übungsabende leitete.

Nachdem ich die Mediationsausbildung abgeschlossen hatte, beendete ich meine anwaltliche Tätigkeit, nachdem ein Trainer mich einmal gefragt hatte: “Welches Bedürfnis erfüllst du dir damit, Rechtsanwältin zu sein?”. “Nicht ein einziges,” war meine Erkenntnis. Meine Konsequenz: Raus aus diesem Job!

Zuerst wollte ich als Trainerin arbeiten, doch da dies schwer zu vermarkten ist, stellte ich mich zunächst als Texterin auf, aber schon nach kurzer Zeit kam auch Design dazu, und inzwischen habe ich mich zur Generalistin entwickelt. Aber da ich ohne Gewaltfreie Kommunikation keine Werbung machen könnte, möchte ich meine giraffischen Wurzeln ehren – und biete daher GFK immer weiter an.

Meine Trainer in der Reihenfolge, wie ich sie getroffen habe:

Marshall Rosenberg (CNVC) – Ich habe zwar nur an seinen Einführungsseminaren teilgenommen, das aber mehrmals.

Regula Langemann – bei ihr habe ich zwei Wochenendkurse besucht.

Klaus Dieter Gens & Serena Rust – bei diesen habe ich eine Trainerausbildung absolviert, diese jedoch wegen Differenzen mit Gens nach neun Monaten abgebrochen.

Gerhard Rothhaupt & Kirsten Kristensen – sie veranstalten regelmäßig Familienfreizeiten, an denen ich schon dreimal teilgenommen habe.

Markus Fischer – bei ihm habe ich die Mediationsausbildung gemacht.

Marianne Sikor und Bärbel Klein – Familienfreizeiten in den Jahren 2010 und 2011

Gewaltfreie Kommunikation hat mein Leben geprägt wie kaum etwas anderes.

Zu Beginn war ich frisch verliebt und erzählte jedem von dieser tollen Methode, ohne die mein Leben nicht mehr denkbar war. Und jeder sollte sie lernen!
Dann kam die Ernüchterung: Durch GFK harmonisierten sich nicht wie von Zauberhand alle Beziehungen. Im Gegenteil wurden manche sogar schlechter, weil die meisten Menschen nicht GFK lernen wollten, und weil ich eine Zeitlang eine Anspruchshaltung hatte: Ich wollte mein Umfeld zwingen, mir Empathie zu geben. Oder Empathie anzunehmen und dankbar dafür zu sein.

Inzwischen habe ich ein sehr entspanntes Verhältnis zu GFK: Ich strenge mich nicht mehr an, “richtig GFK” zu sprechen, und ich erwarte nicht mehr, dass sich jemand kunstgerecht einfühlt.

“Ich bin einfühlsam” – was heißt das für mich?

Meine Spiegelneuronen sind besonders stark ausgebildet, so dass ich oft schon mit nur wenig Informationen ein komplettes Bild der Gefühls- und Bedürfnislage einer Person erfassen kann. Schon im Alltagsbewusstsein sehe ich die Gemütsverfassung und Bedürfnislage eines Menschen fast so deutlich wie die Farbe seiner Kleidung. Ich sehe, wie gut es jemandem geht, wie viel Stress er hat, oder wie viel Anerkennung er braucht. Dafür muss ich die Person übrigens nicht mögen.

Privates:

Ich bin seit 1997 glücklich verheiratet und seit November 2000 Mutter von Zwillingstöchtern. Wenn man mir zuhört, spreche ich oft nicht GFK, aber die Haltung habe ich immer. In der Schule werden meine Kinder übrigens von den Begleitern (bei uns heißen sie nicht Lehrer) konsequent in GFK angesprochen.